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Was ist eine Analfissur?
Hier handelt es sich um einen Einriss der Analhaut und
Schleimhaut, der sich in der Folge chronisch entzündet und ein
ständig neu aufreißendes, nicht heilendes, schmales Geschwür
bildet. Diese Einrisse werden vor allem der Hinterseite (Steißbeinwärts)
des Afters bemerkt. In der Folge kann sich ein hoher Druck des
Schließmuskels, der unter der Schleimhaut sitzt, ergeben. Die
Ursache dafür, dass die Wunde nicht abheilt liegt in der
schlechten Durchblutung begründet, die wiederum auf einem
erhöhten Ruhedruck des Schließmuskels beruht. Nach außen bildet
sich an der Fissur oft eine Hautfalte.
Fissuren können auch durch Manipulationen und Infektionen
entstehen, hier muss die richtige Behandlung gefunden werden,
deshalb empfiehlt es sich, solche Vorgänge nicht zu
verschweigen.
Hauptsächlich werden scharfe, brennende Schmerzen während des
Stuhlgangs beklagt. Gelegentlich sind die Schmerzen auch ohne
Stuhlgang sehr stark fühlbar und führen zu sehr schmerzhaften
Analkrämpfen. Die Krämpfe verhindern zusätzlich, dass die Fissur
abheilen kann. Beim Stuhlgang kommt es zu einem Aufreißen des
Geschwürs, dabei kann es bluten. Gelegentlich tritt Juckreiz
auf.
Die Behandlung empfiehlt sich zuerst konservativ, mit
medikamentöser Sphinkterdrucksenkung einer Sphinkterdilatation
wird das Geschwür gedehnt. Durch diese Auffrischung des Gewebes
und die dadurch entstehende Veränderung in dem nicht heilenden
Riss soll sich sauberes, gut verheilendes Narbengewebe bilden.
Zusätzlich werden lokal betäubende Salben angewendet und es wird
für weichen Stuhlgang gesorgt.
Alternativ besteht die Möglichkeit der kompletten Entfernung der
Fissur . Bei diesem Operationsverfahren ist mit den wenigsten
Rezidiven und der geringsten Gefahr der Inkontinenz zu rechnen.
Die Operation können wir ambulant in Lokalanästhesie oder in
einem kurzen Aufenthalt im Krankenhaus stationär in
Narkosedurchführen.
Nach der Operation wird man meist nach dem ersten Stuhlgang aus
der Klinik entlassen. Die Analpflege soll nicht durch Abwischen
sondern durch Ausduschen des Afters durchgeführt werden.
Ebenfalls sollte der Stuhl weich geformt, weder zu dünn noch zu
fest sein, um Schmerzen
und den erneuten Krankheitskreislauf zu vermeiden.
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